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Begierde
 

Review - Filmkritik

Originaltitel: The Hunger

Alternativtitel:

Herstellungsland/Herstellungsjahr: USA, 1983

Laufzeit: ca. 93 min uncut

Regie: Tony Scott  

Darsteller: Dan Hedaya, Susan Sarandon, David Bowie

 

Story

Miriam, die geheimnisvolle, ungewöhnliche Frau, die zur reissenden Bestie wird, wenn es zu leben gilt. Seit tausenden von Jahren zerfleischt sie ihre Menschenopfer und schlürft das rote Lebenselexier. Es macht sie unsterblich. Von Zeit zu Zeit nimmt sie sich einen Liebhaber. David Bowie ist ihr jetziger Gespiele, und wie alle vor ihm, ist er zum Altern verdammt. Rasend schnell wird aus dem jugendlichen Liebhaber ein zittriger Greis und er bekommt einen unstillbaren Hunger nach Blut...
 

Meinung

 „Begierde“ ist dermaßen auf Hochglanz poliert und gelackt, dass man sich fast darin spiegeln kann. Tony Scott zieht echt alle ästhetischen Register und versucht oft die Bilder für sich sprechen zu lassen – im Gegensatz zu den Figuren, die wenig von sich geben. Doch das ist teilweise arg anstrengend und wirkt ab und zu auch albern, z.B. in den Verführungsszenen, bei denen weichgezeichnet wird bis die Schwarte kracht.
Leider passt die Handlung im Gegenzug auf einen Notizzettel. An sich gibt sie nur Stoff für vielleicht 30 bis 45 Minuten Film her, doch mit Zeitlupe und in die Länge gezogenen Szenen wird der Plot hier künstlich auf ca. 90 Minuten gestreckt, was teilweise langweilt. Zudem sind die Wendungen meist sehr vorhersehbar und der Film ist alles andere als gruselig. Lediglich im Showdown wird es dann noch trotz einiger nerviger Hui-Buh Momente recht spannend.
Dennoch ist „Begierde“ nicht komplett misslungen. Vor allem die Alterungseffekte (in erster Linie bei Bowie) sind wirklich erstklassige Stücke der Maskenbildnerkunst, die sich nicht zu verstecken brauchen. Einige Szenen sind zudem sehr beeindruckend, wie die Blicke aus dem Brennofen heraus oder die Szene mit der Musikschülerin, da in diesen Momenten Form und Inhalt wunderbar harmonieren.
David Bowie hat sicherlich die kleinste Rolle und verschwindet teilweise hinter seinen Make-Up-Effekten, doch er spielt am überzeugendsten. Catherine Deneuve bleibt meist nur unterkühlt und gefasst, was jedoch zu ihrer Rolle passt. So sieht lediglich Susan Sarandon etwas unglücklich aus und kann nur stellenweise überzeugen. Die restlichen Nebendarsteller sind OK, aber kaum zu sehen.

Ansonsten ist das 80’s-Stuff für stille Geniesser, die mal Lust auf was anderes haben, denn stilistisch ist „Begierde“ bis heute ein Unikat, meiner Meinung nach allerdings zu langatmig und inkonsequent in der Storyline.


 
   

Trailer