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Sweet Home

Natural City
 

Review - Filmkritik

Originaltitel: Natural City

Alternativtitel:

Herstellungsland/Herstellungsjahr: Südkorea, 2003

Laufzeit: 108 min uncut

Regie: Min Byung-chun

Darsteller: Yu Ji-Tae, Jeong Du-Hong,

Lee Jae-Eun

 

Story

Wir schreiben das Jahr 2080: Durch die moderne Genforschung ist es gelungen, menschliche DNA zu klonen. Mit Hilfe dieser Methode werden Roboter mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. Doch aufgrund kleiner Fehler im System entwickeln die Roboter plötzlich ein Eigenleben. Chaos bricht aus und die Stadt Mecaline City bildet die Task-Force-'MP', um die Roboter zu eliminieren. Während die Task-Force die Jagd aufnimmt, erfahren die lebenden Metallmaschinen von einer Erfindung des Wissenschaftlers Dr. Croy. Es existiert ein Weg, um die Chips der Roboter in den Menschen zu implantieren. Cypher, ein fehlgeleiteter Maschinenmensch, macht sich auf die Suche nach der Frau Cyon, um sie für seine Zwecke zu missbrauchen. Doch er ahnt nicht, dass auch R, ein Mitglied der Task-Force, auf der Spur Cyons ist. Eine erbitterte Jagd auf Cyon beginnt und es kommt zum alles entscheidenden Kampf zwischen Mensch und Maschine...
 

Meinung

 Der Film kann zwar mit einigen hervorragend gemachten Kampfszenen aufwarten, hängt aber in der Mitte ziemlich durch. Fulminant ist der Auftakt, wenn eine Polizeieinheit mehrere Androiden jagt, die schwer zu Killen sind. Doch dann schleppt sich das Geschehen actionlos voran und man muß ewig warten, bis endlich wieder etwas passiert.
"Natural City" ist ein schmerzliches Beispiel dafür, dabei beginnt er sehr vielversprechend. Noch vor den Credits wird das Auge des Zuschauers mit einer traumhaft schönen Landschaft verwöhnt, die sich später zwar als rein virtuell entpuppt, aber schon mal andeutet, was man an optischen Leckerbissen im weiteren Verlauf des Films erwarten kann. Nach den Credits wird man dann gleich voll in die Action befördert, als die Spezialeinheit versucht die Cyborgs zu vernichten.
Produktions- und Special Effects-technisch ist der Film ganz auf der Höhe der Zeit. Enorm viele Computergrafiken und -effekte, unterschiedliche Geschwindigkeiten um die Dramatik zu erhöhen, fetzige wie aber auch ruhige und melancholisch angehauchte Musik werden eingesetzt. Durch den optischen Eindruck der Stadt, der Menschen und der Geschäfte werden Erinnerungen an den Ridley Scott Klassiker "Blade Runner" wach, aber auch andere Filme die in Metropolen spielen, wie z.B. "Equilibrium", kommen beim Betrachten des Films in den Sinn. Mit "Blade Runner" verbindet "Natural City" ohnehin sehr viel, geht es in beiden Filmen doch um Cyborgs bzw. Androiden und damit verbundenen menschlichen Gefühlen und Emotionen. Nur leider steckten sich die Verantwortlichen von "Natural City" damit ein sehr hohes Ziel, an das sie nur selten heranreichen können.

Neben diesen menschlichen Aspekten verstrickt sich die Handlung auch zu sehr in ihrer Melodramatik und angestrebten Tiefgang. An einigen Stellen fällt es schwer dem Ablauf zu folgen und logische Lücken klaffen des öfteren auf. Man erfährt nichts über die Vergangenheit der Charaktere, der Stadt oder den großen Krieg, der scheinbar nur eine notdürftige Erklärung für die Existenz der Metropole darstellt. Auch erscheinen so manche Elemente, besonders wenn es um aufwendige CGI-Objekte geht, nur um ihrer selbst Willen in den Film eingebaut worden zu sein. Auch verlieren sich die Actionszenen manchmal zu sehr in Matrix-ähnlichen Effekten mit Zeitlupen, Kameraschwenks, Bullet-Time Einsätzen usw.

Fazit ist das mir persönlich der Film ganz gut gefallen hat. Aber man hätte aus dem Thema wesentlich mehr rausholen können. Statt zu sehr auf Liebe und Romantik zu setzen hätte man einen klasse Sci-Fi Actioner drehen können und sich mehr auf den Kampf Mensch gegen Cyborg konzentrieren sollen. So bleibt ein etwas langatmiger Film übrig mit zwei sehr guten Actionszenen, einer sehr schönen Visuellen Optik und guter Kameraarbeit.


 
   

Trailer