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Men behind the Sun
 

Review - Filmkritik

Originaltitel: Hei tai yang 731

Alternativtitel: Squadron 731

Herstellungsland/Herstellungsjahr:  Hongkong, 1987

Uncut Spielzeit: 

Regie: T.F. Mous

Darsteller: Wang Gang, Hsu Gou, Andrew Yu


 

Story

"Men Behind the Sun" erzählt die wahre Geschichte des japanischen Konzentrationslagers 731, einem bakteriologischen Versuchslabor in der Mandschurei zur Zeit des 2. Weltkriegs. Die Japaner führen mit inhaftierten Chinesen und Weissrussen grausame Experimente durch, um die Folgen ihrer schrecklichen Errungenschaften zu testen. Mittelpunkt des Films ist eine Gruppe japanischer Kinder, die zu willenlosen Kampfmaschinen erzogen werden sollen und von ihren Lehrern beigebracht bekommen, wie sie mit den Untermenschen, den "Marutas" (jap. für "Feuerholz") umzugehen haben. Das alles geschieht unter der Führung des sadistischen und unmenschlichen Generals Jiro Ishii, der, wie es der Film zum Ende hin andeutet, nach dem Krieg von den Amerikanern geschützt und zu eigenen Zwecken verwendet wurde.
Im Gegensath zu Ishii handelt der Sicherheitschef des Lagers, Takamura, nicht aus bloßer Boßhaftigkeit. Er glaubt fest an den wissenschaftlichen Nutzen der Arbeit, die im KZ geleistet wird und verteidigt sie, als am Ende das Lager vernichtet werden soll, mit seinem Leben.
 

Meinung

 Der Film soll nicht unterhalten, sondern aufklären!
Vielleicht sollte erwähnt werden, dass dieser Film wirklich auf einer wahren Begebenheit beruht. Was uns hier gezeigt wird stellt meiner Meinung nach alles in den Schatten, was ich bis jetzt gesehen habe.
Der Film erzählt die Geschichte vom japanischen Konzentrationslager 731 zum Ende des zweiten Weltkrieges. Den jungen Aspiranten, eigentlich noch Kinder,  die mitten im Winter bei eisigen Temperaturen einberufen werden, für ihr Land zu dienen, wird das Feindbild des Chinesischen Menschen geradezu ins Hirn gemeiselt. Chinesen sind °Maruta°, frei für Experimentierzwecke.

Japaner führen an gefangenen Chinesen grausame und unmenschliche Experimente durch.  Berüchtigt waren die Tests mit bakteriologischen Waffen, die von der Manchu 731 Schwadron durchgeführt wurden. Frauen werden ihrer Babys beraubt, die man kaltblütig vor den Augen der Mutter tötet. Frauen werden ebenso wie Männer, zu Experimenten missbraucht. Ebenso Experimente mit Schallwellen, die wohl eine der abartigsten Szenen der Filmgeschichte mit sich bringt, ein Mann wird mit wachsender Dezibelzahl, Tönen ausgesetzt, bis Ihm schliesslich seine Eingeweide mit Fäkalien aus dem Anus platzen. Gefrierexperimente, bei denen einer Frau solange mit Eiswasser über die Unterarme gegossen wird, bis es gefriert, um dann das Eis abzuschlagen und die Arme danach in eine Flüssigkeit zu tauchen um daraufhin das Fleisch abzuziehen, so dass die Knochen zum Vorschein kommen.

Als Russland dann den Japanern den Krieg erklärt, wird der Befehl erteilt, alle Truppen zurück zu ziehen. Der General  befahl alle verbleibenden Gefangenen hinzurichten und das gesamte Lager zu vernichten, damit keine Spuren zurück bleiben. Ebenso wurden alle Dokumente vernichtet, damit nie jemand erfahren kann, was sich in diesen Lagern abgespielt hat. der General wurde kurze Zeit später vom amerikanischen Geheimdienst verhaftet und nach Tokio gebracht. Er erreichte eine Vereinbarung, bei der ihm Immunität zugesichert wurde, wenn er seine Experimente preisgab. Die biologischen Waffen, die von den Japanern zurückgelassen wurden im Jahre 1952 im Koreakrieg eingesetzt. Der General wurde niemals für seine Verbrechen belangt und starb im Jahre 1959 an einer Krankheit. Keine einzige Person überlebte die Experimente die im Manchu-Camp durchgeführt wurden. Die Zahl der Opfer wird auf weit über 3000 geschätzt; darunter Chinesen, Russen und andere Nationalitäten.

Die Effekte im Film sind so realistisch in Szene gesetzt, dass wirklich auch die °harten° Zuschauer ein paar mal leer schlucken werden.

Für schwache Mägen ist °Men behind the Sun° garantiert nichts. Andererseits sollte man die Augen nicht davor verschliessen was wirklich passiert ist in deutschen bzw. japanischen KZ’s, ja vielleicht sogar noch schlimmeres als das hier gezeigte. Man kann sich kaum vorstellen zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind.

Natürlich waren die Zeiten der Opfer in dem Konzentrationslager mit nichts anderem vergleichbar, aber das ist doch genau der Punkt, den der Regisseur den Zuschauern übermitteln wollte. Ein Film, der eine wahre Geschichte zeigt, welche die Menschheit nicht vergessen darf. Es gibt in wenigen Streifen so dermassen realistische Einblicke in ein KZ, wie in diesem. Eigentlich könnte "Men Behind The Sun" schon als Dokumentarfilm eingeordnet werden, so realitätsnah wirkt er.


 
   

Trailer